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PRESSE
Broschüre: „Stolpersteine gegen das   V  ergessen in Neu  -Isenburg“ Sehr verehrte Damen, sehr ge ehrte Herre n, Im Rahmen eines inzwischen europaweiten Projekts des Künstlers Gunter Demnig wurden in Neu-Isenburg in den Jahren 2009 bis 2011 sechsundzwanzig sogenannte Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, die von den Nationalsozialisten ermordet oder vertrieben wurden – ebenso wie die sogenannte Stolperschwelle vor dem Heim des Jüdischen Frauenbundes. Mehr als 250 Frauen und Kinder, die dort gelebt haben, sind über ihre Heimatorte oder auf anderen Wegen deportiert worden. Die Verlegung der Stolpersteine geht zurück auf eine Initiative von Christa Ziller, die von der Bertha-Pappenheim-Initiative, einer Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger, unterstützt und unter der historischen Federführung von Dr. Heidi Fogel von Christa Ziller organisatorisch umgesetzt wurde. Das Projekt wurde von Patinnen und Paten finanziert. Schülerinnen und Schüler des Neu-Isenburger Goethe-Gymnasiums haben bei der Verlegung der Steine kurze Biographien der Betroffenen verlesen. Allerdings ist festzustellen, dass keineswegs für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus Neu-Isenburg fliehen mussten oder ermordet wurden, Stolpersteine gesetzt werden konnten, weil viele Schicksale nicht aufzuklären waren. Daher hat sich die Bertha-Pappenheim-Initiative entschieden, zunächst die Erinnerung an diejenigen wachzuhalten, über deren Schicksal Näheres in Erfahrung zu bringen war. Die Erläuterungen zu den einzelnen Personen und Standorten beruhen auf Archivforschungen von Dr. Heidi Fogel, außerdem auf der vom Magistrat der Stadt Neu- Isenburg in Auftrag gegebenen, im Jahr 1978 erschienenen Dokumentation „Neu- Isenburg zwischen Anpassung und Widerstand – Dokumente über Lebensbedingungen und politisches Verhalten 1933-1945“ von Dieter Rebentisch und Angelika Raab, der Broschüre „Neu-Isenburg 1933-1945 – Eine zeitgeschichtliche Stadtrundfahrt“, in 2. Auflage 2020 herausgegeben vom Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur (GHK) in Kooperation mit der Stadt Neu-Isenburg, sowie auf der Pressemitteilung des Magistrats vom 13. Januar 2021 über die „Stolpersteine gegen das Vergessen in Neu- Isenburg“ zum Tag der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2021. Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle daher Dr. Heidi Fogel, Christa Ziller sowie Dr. Hannes Ziller, die für die Herausgabe dieser Broschüre die Texte überarbeitet und ergänzt haben. Außerdem haben engagierte Jugendliche der evangelischen Gemeinden die Stolpersteine und -schwelle gemeinsam mit Pfarrerin Silke Henning und dem Gemeindepädagogen Joachim Reinhard geputzt, sodass die Steine mit ihrem wiedergewonnenen Glanz erneut zum Erinnern anregen. Herbert Hunkel
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